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Anton Kolb verstorben

Leider muss ich die traurige Nachricht übermitteln, dass der langjährige Leiter des Instituts für Philosophie an unserer Fakultät, Em. O. Univ.-Prof. Dr. Anton Kolb, am 27. Juli 2016 im 85. Lebensjahr in Graz verstorben ist. Die Fakultät wird Prof. Kolb ein ehrendes Andenken bewahren.

Das Requiem wird am 12. August um 14 Uhr im Dom gefeiert, wo Prof. Kolb ab 13 Uhr aufgebahrt sein wird. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Requiescat in pace.

Reinhold Esterbauer

 

 

Em. O. Univ.-Prof. Dr. Anton Kolb (1931-2016)

Am 27. Juli 2016 ist Em. O. Univ.-Prof. Dr. Anton Kolb in Graz gestorben. Prof. Kolb war bis zuletzt publizistisch aktiv und wurde völlig unerwartet aus dem Leben gerissen.

Prof. Kolb wurde am 30. November 1931 in Haus im Ennstal geboren. Er wuchs als letztes von acht Kindern auf einem Bergbauernhof am Petersberg auf. Nach dem Knabenseminar studierte er in Graz katholische Theologie und wurde 1956 zum Priester geweiht. Nach Tätigkeiten in der Pastoral als Kaplan und Provisor ging er zum Studium der Philosophie an die Universität Gregoriana nach Rom, wo er das Lizentiat in Philosophie erwarb. In Graz wurde er 1966 zum Doktor der Theologie promoviert und habilitierte sich für das Fach Philosophie. 1970 erhielt er den Ruf zum ordentlichen Universitätsprofessor für Philosophie an die Grazer Katholisch-Theologische Fakultät, wo er über viele Jahre das gleichnamige Institut leitete.

Prof. Kolb war es immer wichtig, dass er nicht nur Philosophie und Theologie betrieb. Vielmehr hat er auch Fakultät und Universität mitgestaltet und sich in Kirche, Gesellschaft und Politik eingemischt. So war er in den Jahren 1972 bis 1973 und 1975 bis 1976 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und von 1977 bis 1979 Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz sowie stellvertretender Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz. Für die Verbindung zu osteuropäischen Universitäten vor dem Fall des Eisernen Vorhangs hat die Rektorenkonferenz der Arge Alpen-Adria, die Prof. Kolb gegründet und geleitet hat, besondere Bedeutung. Zudem war er Gründer und erster Vorsitzender der Bundeskonferenz der Universitäts- und HochschulprofessorInnen Österreichs (PROKO).

Auch kirchlich hat sich der Verstorbene sehr engagiert. Er war lange Jahre in der Ökumene tätig und war stellvertretender Vorsitzender des ersten Diözesanrates in der Diözese Graz-Seckau. Für die Verbindung zwischen Bischofskonferenz und theologischen Fakultäten in Österreich hat Prof. Kolb das so genannte "Kontaktkomitee" gegründet und war lange Jahre in der Österreichischen Theologischen Kommission tätig.

Sein großes Engagement in Kirche und Universität wurde durch zahlreiche Auszeichnungen honoriert. Erwähnt seien nur das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Nach seiner Emeritierung im Jahr 2000 hat Prof. Kolb ungebrochen weitergearbeitet und Bücher publiziert. Ein besonderes Anliegen waren ihm die Kirchenreform und die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils, an dem er als Konzilsstenograph selbst teilgenommen hatte. Kurz vor seinem Tod konnte er seine Autobiographie vollenden, die mittlerweile erschienen ist und den für sein Leben bezeichnenden Titel "Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Politik, Religion und Medien" trägt.

 

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